Warum intersektional denken?

Über Diskriminierungen nicht zu schweigen, ist wichtig, wenn man die Lebenswelten der Menschen, mit denen man sich umgibt, verstehen will. Dabei muss man sich der Komplexität bewusst werden und anerkennen, dass eine Person gleichzeitig aufgrund mehrerer (teilweise fälschlicherweise) zugeschriebener Merkmale diskriminiert werden kann. Wenn versucht wird, mehrfachdiskriminierte Menschen in nur eine „Schublade“ einzuordnen, fühlt sich diese Person gegebenenfalls nicht als ganzes Individuum ernst und wichtig genommen, sondern auf nur ein Merkmal reduziert. (Die Reduzierung auf Schubladen ist generell wenig produktiv, identitätsraubend und schmerzhaft).

Es geht dabei also nicht darum, Menschen in Kategorien einzuordnen, sondern ihre Diskriminierungserfahrungen als Teil ihrer Lebenswelten zu begreifen.

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