Über mich

Wer ist eigentlich die Initiatorin dieser Initiative für Intersektionalität?

Ich heiße Tina und wurde 1989 in der DDR als Schwarze Deutsche geboren. Bis zu meinem Abitur lebte ich in Sachsen-Anhalt. Anschließend studierte ich in der (politisch) grünen Oase Sachsens bis ich 2015 meinen Master an der Uni erlangte, an der aus Tradition Grenzen überschritten werden. Dort wirkte ich an der Gründung der lokalen Initiative Schwarzer Deutscher mit.

Auf der Suche nach mir selbst verbrachte ich von 2008 bis 2015 jeweils mehrere Monate bis zu einem Jahr zu Studien- oder Praktikumszwecken in Frankreich, Portugal, Mosambik, Brasilien, der Türkei und Malta. Zwischendurch nutzte ich die Semesterferien für Reisen. Nach dem Studium ging ich zunächst in die deutsche Hauptstadt, dann nach Sachsen-Anhalt in die eigentlich wahre Landeshauptstadt bis ich 2016 in den Niger auswanderte. Aus privaten Gründen kehrte ich 2017 nach Deutschland zurück und lebe seither im selbst ernannten Tor zur Welt, wo ich in einer Schule arbeite und nebenbei erneut studiere.

In diesen stets sehr unterschiedlichen Settings fand ich immer mehr zu mir und wurde mir der Tatsache bewusst, dass ich nirgendwo so richtig hinpasse. Ich war schon immer gezwungen, intersektional zu denken und zu handeln und stieß damit allzu oft an. Für eine deutsche Person mit Hochschulabschluss mag vieles möglich sein, aber wie sieht es aus, wenn es sich dabei um eine Frau im gebärfähigen Alter handelt?

Nun bin ich jedoch mehr als „nur“ eine Frau und laufe daher Gefahr, Diskriminierung aufgrund anderer persönlicher Merkmale zu erfahren. Ich bin

  • Schwarz
  • ostdeutsch
  • Arbeiter*innenkind
  • Muslima
  • Konvertitin ohne familiären oder traditionellen Bezug zum Islam
  • Kopftuchträgerin
  • Mutter
  • geschieden
  • alleinerziehend

Ich sehe mich als Feministin und lehne Diskriminierungen ab, arbeite also auch daran, mir meiner eigenen Handlungen als Diskriminierende bewusst zu werden, denn ich besitze auch enorm viele Privilegien. Diese einzusetzen, um weniger privilegierten Menschen Partizipationsmöglichkeiten einzuräumen, ist mein Ziel, denn ich bin auch

  • Arbeitnehmerin und dadurch finanziell abgesichert
  • alphabetisiert in der Sprache des Landes, in dem ich lebe
  • Universitätsabsolventin
  • kein Mensch, welcher in dieser Gesellschaft aufgrund physischer oder psychischer Normabweichungen behindert wird / als Mensch mit Behinderung problematisiert wird
  • heterosexuell
  • geschlechtlich in einer binären Kategorie verortet
  • Genossenschaftsmitglied und damit unkündbare Nutzerin meiner Wohnung
  • nicht obdachlos
  • deutsch und damit privilegiert mit Blick auf die Vergabe von Visa und Reisefreiheiten
  • deutsch und damit wahlberechtigt in dem Land, in dem ich lebe
  • deutsch und damit Inhaberin vieler Rechte in Deutschland und der EU
  • nicht bevormundet durch meine Familie
  • Muttersprachlerin des Landes, in dem ich lebe
  • freiwillig hier

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: